Legenden leben länger: 150 Jahre Märklin – Das Buch


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Im Jahre 1953 ereignet sich im beschaulichen Nürnberg eine Sensation. Auf der Spielwarenmesse präsentiert Märklin eine revolutionäre Neuheit. Erstmals ist auf ihrem Gleissystem keine Spur mehr von einer Mittelschiene. Stattdessen sorgen kaum sichtbare Punktkontakte für die Stromzuführung und auf dem Modelleisenbahnmarkt für einen neuen Durchbruch. Kein Wunder, dass eine Märklinbahn nicht erst ab diesem Zeitpunk unter vielen deutschen Weihnachtsbäumen für leuchtende Kinderaugen sorgt. Auch bei „Eisenbahnromantiker“ Hagen von Ortloff ist die erste Startpackung auf dem Gabentisch ein Schlüsselerlebnis. Wer genau wissen will, welche Lok der TV-Moderator damals im Jahre 1954  vorfand, muss nur die Seite 54 des Buches „Die Legende lebt – 150 Jahre Märklin“ aufschlagen. Denn da berichtet von Ortloff auf zwei bunten Seiten von den Anfängen seiner Modellbahnliebe.

Und mit seiner Liebe zu Märklin steht von Ortloff ja nicht allein. Obwohl Märklin beileibe nicht die einzige Modelleisenbahnmarke auf dem Markt ist, hat bislang kein anderer Hersteller einen vergleichbaren Kultstatus erlangt. Welche Bedeutung Märklin besitzt, zeigt sich auch in schwierigen Zeiten. Ausgerechnet kurz vor dem 150-jährigen Jubiläum musste die Firma Insolvenz anmelden. Eine Nachricht, die für Aufregung in der Modelleisenbahnszene sorgte. Denn sollte Märklin verschwinden, dürfte damit auch das Ende der Modelleisenbahn eingeläutet sein. Oder wie es umgekehrt ein Vertreter der Konkurrenz auf der Kölner Modelleisenbahnmesse ausdrückte: „Geht’s dem Marktführer gut, geht’s uns allen gut“. Und momentan sieht es ja auch bei Märklin wieder ganz gut aus.

Auch eine Legende fängt klein an

Ein optischer Festschmaus für alle Märklinisten (Repro:BFH)

Warum gerade die Göppinger zur unumstrittenen Nummer eins unter den Modelleisenbahnen avancierten, davon kann dieses Buch auf den 240 Seiten zahlreiche Geschichten erzählen. Aber auch eine Legende fängt klein an. Firmengründer Theodor Friedrich Wilhelm Märklin beschränkt sich ab dem Jahre 1859 zunächst auf die Produktion von Mädchenspielzeug. Erst im Jahre 1891 startet mit der ersten so genannten Systemeisenbahn eine neue Ära. Zudem finden sich lange Jahre immer wieder auch nicht schienengebundene Produkte im Programm. Dazu zählen die verschiedenen Autobaukästen und Dampfmaschinen ebenso wie der unvergessene Metallbaukästen.

Nicht nur für „Märklinisten“ eine Fundgrube

Märklin war auch Vorreiter bei den Digitalsystemen (Repro:BFH)

Dass immer auch das Auge mitfährt, beweist nicht zuletzt das Kapitel über die Geschichte der Märklin-Werbemittel. Teilweise sind die Titelbilder der Jahreskataloge wahre Kunstwerke und unter Sammlern mittlerweile sehr gesucht. Das Kapitel „Innovative Steuerungstechnik“ zeigt eindrucksvoll, dass Märklin einst auch Digitalpionier war. Den ersten Prototyp eines funktionstüchtigen Digitalsystems präsentierte die Firma bereits im Jahre 1980. Heute ist Digital bei den meisten Modelleisenbahnern in aller Munde und hat dem Genre einen entscheidenden Innovationsschub verschafft. Daneben behandeln die zahlreichen Kapitel auch die kürze Ära der Marke Primex, porträtieren die Menschen hinter dem Erfolg und informieren bunt bebildert über „faszinierende Märklin-Anlagen“. Ein gelungenes Buch, das nicht nur eine Fundgrube für den eingeschworenen „Märklinisten“ ist, sondern allen Modelleisenbahnern die Faszination dieser Marke ein Stück weit näher bringt.

Klaus Eckert
Die Legende lebt – 150 Jahre Märklin
Geschichte – Menschen – Modelle
Klartext-Verlagsg
240 Seiten, zahlr. farb. Abb., mit Schutzumschlag,  29,95 Euro
ISBN 978-3-8375-0129-2

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